Freitag , 5 Juni 2020
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Coole Songs komponieren

Davon träumt jeder Musiker: Einmal den ganz großen Coup landen und einen Hit oder einen Werbejingle schreiben, den jeder kennt und niemand vergisst. Einige Songs haben das ja tatsächlich geschafft wie der Song aus der Bacardi Werbung 1988. Er versprüht einfach genau das gewünschte Sommerfeeling, lässt Palmen und Meer vor dem geistigen Auge aufleuchten und lässt schon beim Zuhören Relaxen.

Aber so einen Song zu komponieren, das ist wohl nicht so einfach, denn sonst gäbe es längst viele Songs, die zum Dauerhit werden. Das ist aber nicht so. Es ist oft ein Glücksfall, oder es war der richtige Riecher des Komponisten oder aber der totale Zufall.

Wenn man immer wüsste, dass ein Song absolut durch die Decke geht, wären viele Musikproduzenten reich. So aber bleibt es einfach immer ein Fischen im Trüben.

Als Musiker fragt man sich nun, wo, wie und wann kommen einem die besten Ideen für tolle Songs. Und da können wir mit Tipps ein wenig nachhelfen! Man kommt in die richtige Stimmung zum Beispiel am Abend, bei einem Glas Rotwein. Wenn das Tagewerk erledigt ist und nichts mehr drängt.

Ebenso haben Musiker oft coole Ideen, wenn sie lange Strecken mit dem Auto alleine fahren und sie nicht in Stau und Stress geraten. Wenn das Cruisen so richtig entspannend ist, kommt der eine oder andere auf einen Song wie damals Chris Rea mit seinem “Driving home for Christmas”.

Ebenso ist die Natur der beste Ort, um kreativ zu werden. Einsame Strände, Ufer, Wiesen am Waldesrand inspirieren die Sinne und helfen dem Musiker neue Melodien zu kreieren. Gut ist, wenn man dann ein Aufnahmegerät dabei hat, um seine tollen Ideen nicht wieder zu vergessen.

Picknicken und Songs komponieren

Wer eine Akustikgitarre besitzt und leidlich Gitarre spielen kann, der wird es lieben in der freien Natur zu spielen. Die beste Stimmung entsteht doch einfach am Lagerfeuer. Dann singen oder gröhlen alle mit und der eine oder andere Akkord ist auch nicht so schlimm.

Wer auf der Suche nach Inspiration ist, sollte im Sommer öfters Ausflüge in die Natur planen, wo man die Gitarre mitnehmen kann. Ein Picknick im Grünen ist genau das Richtige. Einfach mit einem Bollerwagen losziehen, einen Picknickkorb mit Leckereien gefüllt mitnehmen, ein gutes Buch und die Klampfe. Wer in der freien Natur nicht auf schöne Melodien kommt, der schafft es auch zuhause nicht.

Dabei sollte man natürlich schon schauen, dass man ein einsames Eckchen erwischt, denn Musikmachen geht natürlich gut mit Publikum, Komponieren aber so gut wie gar nicht. Man muss vor sich hin singen, trällern und Akkorde spielen können, ganz ohne dass es gleich gut klingt. Zwanglos und ungeniert. Das geht am besten ganz alleine oder mit einer vertrauten Person zusammen, die entweder gleich mitjammt oder ganz entspannt ein Buch liest.

Komponieren ohne Noten

Die größten Songs sind nicht immer auf dem Papier entstanden, also wurden fein säuberlich als Akkorde notiert oder in Notenschrift. Nein, oft waren es spontane Trällereien. Oder es lief wie bei Abba, als Björn und Benni auf dem Klavier oder der Gitarre herumspielten, ohne dass sie jemals hätten Notenlesen können. Das brauchten sie schlichtweg nicht, weil sie supermusikalisch sind und ein gutes Gehör haben.

Die besten Songs entstehen ohne jeglichen Ehrgeiz. Das heißt, wenn man sich hinsetzt und um jeden Preis einen super Song schreiben will, kommt meistens Murks dabei heraus. Das sieht man leider oft an den Eurovisions Songs, die sozusagen mit heißer Nadel gestrickt, also komponiert werden. Jedes Land will unbedingt gewinnen und versucht Songs nach einem Erfolgsmuster zu stricken. Das klappt so gut wie nie.

Gute Songs sind authentisch, frei, nicht nachgemacht und einfach originell. Meist erzählen sie eine wahre Geschichte. Die Inspiration oder Idee zum Song muss also aus dem Leben kommen. Besonders, wenn viele echte Emotionen dabei sind, wird es ein guter Song, der sehr viele Menschen berührt, was sich ja jeder Künstler wünscht.

Um solche Songs zu schreiben, muss man also bereit sein, viel von sich und seiner Gefühlswelt preiszugeben. Allerdings ist ja kein Komponist gezwungen, den Song selbst zu performen, sondern man kann den emotionalen Auftritt professionellen Sängern und Musikern überlassen. In diesem Sinne, viel Erfolg beim Schreiben eines tollen TV-Songs!

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